764 verschwundene Kinder in Österreich - die „christlichsoziale“ Politik und ihre Zahlenspielchen

 

 

2.5.2021

 

1.467 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge stellten letztes Jahr einen Asylantrag in Österreich. Das heißt Kinder, alleine, ohne Mutter oder Vater oder irgendjemanden, der für sie zuständig ist. Tatsächlich in Österreich bearbeitet wurden aber nur 434 dieser Anträge – d.h. hier wird noch entschieden. Von den übrigen 1.033 Kindern lässt sich nur für 265 herausfinden, was mit ihnen passiert ist: Sie wurden teilweise durch eine wissenschaftlich fragwürdige Altersfeststellung für volljährig erklärt oder sie erhielten Schutz in einem anderen EU-Land oder hatten Verwandte dort, zu denen sie geschickt wurden.

Bei mehr als der Hälfte der Kinder, also 764 weiß man nicht, was aus ihnen geworden ist. Von den Politiker/innen fühlt sich auch keiner zuständig dafür, weder der Herr Innenminister noch die Frau Familienministerin – ganz im Gegenteil, man redet sich darauf hinaus, dass man keine Obsorge über diese Kinder hätte, da ihre Asylverfahren noch nicht zugelassen seien ... Ob die Kinder und Jugendlichen aus Angst abtauchen, notgedrungen in die Kriminalität abrutschen oder Menschenhändlern in die Hände gehen, scheint den Politiker/innen schlichtweg egal zu sein.

Die größte Unverschämtheit ist die türkise Selbstbeweihräucherung mit grünem Schweigen und Wegschauen: Nehammer und Raab behaupteten kurz vor Weihnachten, Österreich hätte 5 000 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Schutz gewährt. Es waren 5 544 begleitete Minderjährige, die also mit ihren Eltern gekommen waren.

Eines der reichsten Länder schafft es nicht, sich um minderjährige Kinder zu kümmern, die Schutz suchen? Eine Schande!

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