Explodierende Armut … in einem reichen Land

 

29.8.2022

 

Vor 23 Jahren wurde die Wiener Tafel mit 5 000 Schilling Startkapital gegründet. Sie ist heute die älteste Tafel des Landes. Im vergangenen Jahr versorgte das Team 92 Sozialeinrichtungen mit insgesamt 746 100 Kilogramm Lebensmitteln. Die vermehrenden Krisen – Corona, Ukraine-Krieg, Inflation – haben dazu geführt, dass der Bedarf derzeit wie nie zuvor steigt. Im vergangenen Jahr versorgte so die Wiener Tafel insgesamt 20 000 Armutsbetroffene täglich, im Vergleich zu 16 000 im Jahr 2020.

Weitere dramatische Zahl: 1999, als die Tafel gegründet wurde, lag die Zahl der Armutsgefährdeten in Österreich bei elf Prozent. Vergangenes Jahr (aktuelle Entwicklungen sind noch nicht eingerechnet) galten hierzulande 17,3 Prozent, mehr als 1,5 Millionen Menschen, als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – trotz der Tafel. Die Bilanz ist klar: Das Elend steigt, und die Ehrenamtlichen der Tafeln geben ihr Bestes, um die Lebensmittelverteilung zu gewährleisten … Währenddessen macht die Regierung ihr Bestes, um den Konzernen und den Vermögenden in der Krise zu helfen.

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