Ferrero: Gewinne wiegen mehr als Salmonellen

 

25.4.2022

 

Es dauerte, gelinde gesagt, eine Weile, bis die belgischen Behörden die Ferrero-Fabrik in Arlon schlossen, aus der die Kinder-Schokolade stammte, die im Verdacht stand, in mehreren europäischen Ländern Salmonellenvergiftungen verursacht zu haben.

Hunderte Menschen sind in ganz Europa deswegen erkrankt, teilweise schwer: Manche Kinder mussten mit blutigem Durchfall ins Krankenhaus gebracht werden. Laut der NGO Foodwatch hatte ein erster, britischer Alarm den italienischen Konzern bereits am 23. März auf die Gefahr hingewiesen.

Aber bereits am 15. Dezember hatte Ferrero in seiner belgischen Fabrik Salmonellen entdeckt. Die Unternehmensleitung hat damals behauptet, sie hätte die notwendigen Hygienemaßnahmen ergriffen, um die Bakterien zu eliminieren. Es war natürlich das Einzige, was man den Konsument/innen erklären konnte … da es nur noch zehn Tage bis zu den Weihnachtsfeiertagen und der damit verbundenen Schokoladenschwemme gab.

Lebensmittelunternehmen unterliegen zu Recht strengen Hygienevorschriften für den gesamten Produktionszyklus. Natürlich gibt es Kontrollen, für die von staatlichen Stellen entsandte Inspektoren zuständig sind. Ihre Zahl reicht jedoch nicht aus. Die Leiter dieser Unternehmen sind ihrerseits ebenfalls verpflichtet, Kontrollen durchzuführen, die Ergebnisse zu veröffentlichen und alle Anlagen zu sanieren. Dies ist letztendlich das, was Ferrero nach eigenen Angaben getan hat ... aber mit verbrecherischer Langsamkeit, damit dem Konzern kein Profit entgeht!

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