Wirtschaftswachstum = weniger Ersparnisse + anhaltende Armut

 

02.06.2019

 

Während die Wirtschaft hierzulande 2018 um 2,7% gewachsen ist und Top-Manager um 16% mehr verdient haben, können sich immer weniger Menschen leisten, etwas anzusparen. Laut den neuesten Angaben von Statistik Austria können in Österreich 27% der Menschen gar nichts zur Seite legen, weil sie einfach zu wenig verdienen und alles Geld für Lebenskosten aufgebraucht wird. 17,5% der Gesamtbevölkerung, das heißt 1,51 Millionen Personen, gelten als „armutsgefährdet“, ein Viertel davon sind Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren.

Die Regierung rühmt sich zwar, dass sich seit 2008, das heißt seit dem Beginn der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise, die Zahl der armutsgefährdeten Menschen leicht verringert hat. Sie erreichte nämlich damals 20,6%. Das beweist aber genau das Gegenteil. Während uns erklärt wird, dass die Krise überwunden wurde, und man uns seit Jahren vom Aufschwung spricht, haben sich die Zahlen kaum verbessert.

Gleichzeitig wird ein neues Sozialhilfegesetz beschlossen, das die Situation für viele noch weiter verschärft, vor allem bei Migrant/innen und Familien mit vielen Kindern. Besonders von Armut betroffen sind Langzeitarbeitslose, Migrant/innen und Alleinerzieher/innen. Jeder zweite hat am Monatsende kein Geld mehr am Konto und muss dann bei unvorhergesehenen Ausgaben Schulden machen oder kann diese einfach nicht bezahlen. Das ist, was der Kapitalismus in einem der reichen Länder Europas zu bieten hat.

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