2,50 Euro pro Stunde für Erntehelfer/innen – „Das machen ja alle so ...“

 

16.11.2020

Im September kam die besondere Ausbeutung von Erntehelfer/innen im Marchfeld ans Licht. Ausländische Erntehelfer/innen haben bei einem Marchfelder Gemüsebauern für 2,50 Euro die Stunde gehackelt. Laut Salzburger Nachrichten dürfte der Bauer die Arbeiter/innen sogar 100 Stunden pro Woche am Feld schuften haben lassen.

Als Erklärung bei der Finanzpolizei hat er gesagt: „Das machen ja alle so“. Und damit hat er leider Recht. Die Finanzpolizei sagt es selber: „Es ist weniger die Frage, wie viele es von diesen Betrieben gibt, sondern eher, wie sollen wir es beweisen.“ Seit 2015 hat die Finanzpolizei 2.415 Betriebe kontrolliert und dabei 677 Strafanzeigen gestellt.

Und sie konnte feststellen, dass die Auswüchse dieses Systems der Ausbeutung immer mehr zunehmen. „Immer mehr Überstunden, immer weniger Stundenlohn. Da steigen auch die Erntehelfer irgendwann aus“. So der Polizist. Und hoffentlich steigen sie aus Wut gegen diese zum Himmel schreienden Zustände auch gemeinsam auf die Barrikaden.

Plakate


Plakat 4.jpg

Publikationen


Buch33-1.jpg Schriftenreihe 23.jpg Broschure-46-Titelseite.jpg Broschüre 41.jpg