Die Unverschämtheit der Bosse der Lederindustrie

 

09.10.2021

 

Im August gab es bereits Betriebsversammlungen bei den Betrieben der Ledererzeugenden Industrie, trotzdem kam es immer noch nicht zu einem Ergebnis.

Die Mindestlöhne der Beschäftigten liegen bei unverschämten 1.305 Euro brutto. So niedrig, wie in keiner anderen Branche. Von diesen Löhnen betroffen sind vorwiegend Frauen, deren Arbeit hart, dreckig und stinkend ist, wie
einer der Betriebsräte selbst sagt. Von so niedrigen Löhnen sind immerhin fast ein Drittel der insgesamt 1.500 Beschäftigten dieser Industrie betroffen. Sie beizen und bearbeiten das Leder für hochrangige Kunden der Automobil-, Luftfahrt-, Bahn- und Möbelindustrie.

Und trotzdem haben die Chefs im letzten Jahr die Kollektivvertrags-verhandlungen ständig rausgezögert, dass es letztendlich eine Nulllohnrunde gab. Auch heuer kommt es zu laufenden Verzögerungen, sodass zu vermuten ist, dass die Chefs die gleiche Taktik anwenden wollen, wie zuletzt. Und wofür? Wegen 1.500 Euro brutto, die sie nicht bereit sind den hart arbeitenden Beschäftigten als Mindestlohn zu bezahlen.

Diese Leder­industriellen verdienen die ganze Wucht der Wut der Arbeitenden.

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