Intensivstationen: Personalmangel ist tödlich

 

28.9.2017

 

Eine aktuelle Studie von Fachleuten der medizinischen Universität Graz, die die Daten von 147.000 Patient/innen auf Intensivstationen zwischen 2012 und 2015 ausgewertet haben, zeigt, dass Kranke eher sterben wenn sie am Wochenende auf eine Intensivstation eingeliefert werden.

Mögliche Gründe dafür, sind einerseits, dass Patient/innen, die am Wochenende eingeliefert werden, kränker sind, als diejenigen, die unter der Woche dorthin kommen. Was die Wissenschaftler aber in den Ergebnissen bereits berücksichtigt haben.

Der andere Grund aber ist die schlechtere Wochenendbesetzung in Krankenhäusern und auch auf Intensivstationen.

Für Beschäftigte im Gesundheitswesen liegt es auf der Hand, dass Personalmangel in vielen Aspekten gesundheitsschädlich und gefährlich für Kranke sein kann. Angefangen bei Keimen die eher verschleppt werden, wenn die Zeit für ordentliche Desinfektion fehlt, oder zu wenig Reinigungspersonal an Ort und Stelle ist. Bis hin zu stundenlangen Wartezeiten in Notaufnahmen, wo auch immer wieder lebensgefährlich Kranke nicht rechtzeitig herausgefiltert werden, sondern  ihr Zustand sich immer mehr verschlechtert, bis es zum Zusammenbruch im Wartebereich kommt und die Behandlung durch die verstrichene Zeit viel schwieriger ist.

Diese Studie ist auf jede Fall eine klare Anschuldigung gegen alle Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen, und gegen alle Politiker, die sie rechtfertigen.

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