Leiharbeit: Wie die Chefs die Ausbeutung verstärken

 

15.10.2018

 

1998 gab es in Österreich 20.000 LeiharbeiterInnen, heute sind es viermal so viele – nämlich 85 000! Ein Höchststand, der schon ein Zeichen der Verschlechterung der Situation der Beschäftigten im Allgemeinen ist.  Gerade LeiharbeiterInnen stehen unter besonders großem Druck, weil sie keine feste Perspektive haben - Im Durchschnitt werden sie für 56 Tage überlassen - und verdienen weniger als das Stammpersonal, durch die fehlenden durchgehenden Zeiten in einem Betrieb.

In einer Umfrage der Arbeiterkammer gibt die Hälfte der LeiharbeiterInnen an, dass sie sich als Arbeiter zweiter Klasse fühlen. Dennoch hat fast die Hälfte einen Lehrabschluss und fast ein Drittel Matura oder höher. Für die Bosse ist das eine bequeme Art sich Geld zu sparen, so können sie Leute jederzeit problemlos kurzfristig entlassen. (Nicht selten wird derselbe Arbeiter dann durch eine andere Leiharbeitsfirma wieder eingestellt, jedoch wieder mit dem Einstiegslohn). In Zeiten, wo Wirtschaftsexperten von Hochkonjunktur sprechen und man von Rekordgewinnen und Rekordausschüttungen an Aktionäre hört, ist es desto skandalöser, dass die prekäre Arbeit sich so entwickelt!

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