EM 2008: Flop Schwiiz und Bye bye Hicke!


Sonntag, 08. Juni 2008

0:1 für die Schweiz. 0:1 für Österreich. Knappe Ergebnisse, aber immerhin. Zu unserer Freude haben die Veranstalterländer der EM 2008 gleich zum Auftakt die ersten Niederlagen kassiert. Das wird wohl dem nationalistischen Spuk den ersten Dämpfer verpassen. Die Supermarktketten Migros (Schweiz) und Billa (Österreich) werden den Fanartikel-Müll, den sie zuletzt schon um -20% beziehungsweise um -50% angeboten haben, jetzt noch billiger verramschen müssen.

Im Fall des österreichischen Teams hat es offenbar auch nichts geholfen, dass acht Spieler (Aufhauser, Fuchs, Garics, Ivanschitz, Kienast, Linz, Prödl, und Vastic) am Freitag eine "Heilige Messe" besucht haben, um sich göttlichen Segen für ihre Spiele zu erbeten. Vielleicht war es an höchster Stelle nicht überzeugend, wenn aus dem 23-Mann-Kader nur acht Spieler erschienen sind? Vielleicht haben die Kroaten doch den besseren Draht zum katholischen Gott? Vielleicht hätte das österreichische Team auch nicht einem Priester vertrauen sollen, der Zeljko Odobasic heißt? Vielleicht hat dieser Mann die "Fürbitten" von Ivanschitz, Linz & Co. gar nicht weitergeleitet, weil er für das kroatische Team arbeitet? Immerhin haben die österreichischen Spieler auch vorgesorgt: In einer Fürbitte wurde für "Kraft in der Niederlage" gebetet.

Dass es auch in Kroatien nicht nur unreflektierte nationalistische Begeisterung gibt, zeigt die Zeitschrift "Feral Tribune" aus Split. Sie hat sich schon in den 90er Jahren gegen den rabiaten Tudjman-Nationalismus gestellt und jetzt ein Interview mit uns veröffentlicht, in dem wir die Möglichkeit hatten, unsere Anti-EM-Position auch Zehntausenden kroatischen LeserInnen vorzustellen. Diejenigen, die Kroatisch/Serbisch können, können das Interview auf Anfrage nachlesen.

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