Für eine revolutionäre

Arbeiter/innen/organisation!


Organisation arbeiter.innen.kampf, Oktober 2011

Das vorliegende Papier ist ein Grundlagentext der Organisation arbeiter.innen.kampf (ARKA). Wir beschäftigen uns darin mit dem Stand der „trotzkistischen" Bewegung, nicht nur politisch, sondern auch in Hinblick auf ihr Verhältnis zur Arbeiter/innen/klasse – und sehen uns dabei auch die Positionen von Trotzki an. Wir arbeiten heraus, was eine Ausrichtung auf die Arbeiter/innen-/klasse bedeutet. Und wir erläutern unseren Umgang mit der linken Szene.

1. Der Stand der revolutionären Bewegung

In der trotzkistischen Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen dreifachen Bruch. Erstens den politischen Bruch mit der revolutionären Tradition, der sich im „Internationalen Sekretariat" der Vierten Internationale (später VS, „Vereinigtes Sekretariat") in der Anpassung an zuerst den Titoismus/Maoismus, dann mit dem „tiefen Entrismus" an Stalinismus/Sozialdemokratie und schließlich an diverse, jeweils vorherrschende „linke" reformistische und kleinbürgerliche Strömungen ausdrückte und sich von der Notwendigkeit einer revolutionären proletarischen Partei verabschiedete. Zweitens einen Bruch mit der einigermaßen organisatorischen Einheitlichkeit, die spätestens ab 1953 zu einer immer größeren Zersplitterung der Kräfte mit trotzkistischem Anspruch führte.

Drittens kam es zu einem „Bruch" mit der Arbeiter/innen/klasse. Nun ist es sicherlich richtig, dass auch der Vorkriegstrotzkismus nur schwache Wurzeln im Proletariat hatte. Die Ausnahme war die vietnamesische Sektion, auch die US-amerikanische SWP unter Cannon, die österreichische KPÖ(O) unter Frey sowie die griechischen Archeiomarxist/inn/en unter Giotopoulos hatten eine ansatzweise Verankerung in Teilen des Proletariats. International war die Mehrheit der trotzkistischen Organisationen allerdings kleinbürgerlich zusammengesetzt. Der Unterschied war aber, dass Trotzki, die unangefochtene politische Autorität der Bewegung, diesen Zustand und seine Konsequenzen bekämpfte. Dazu einige Belege:

In „Gegen den Strom kämpfend" sprach Trotzki 1939 von den Folgen der Isolation von der Arbeiter/innen/bewegung, von den „intelligenten Elementen, die nie diszipliniert wurden". Er sagte, dass revolutionäre Strömungen anfangs in der Regel aus „Intellektuellen, Halbintellektuellen oder den mit ihnen verbundenen Arbeitern" bestehen. Die soziale Zusammensetzung der damaligen trotzkistischen Bewegung sei deshalb „nicht vom Himmel gefallen", aber man dürfe sich mit dieser Situation nicht zufrieden geben. Und er problematisierte die bestehende „kleinbürgerliche Mentalität", den „Individualismus" und dass viele Genoss/inn/en, die in ihrem politischen Leben nur Niederlagen erlebt haben, sich daran gewöhnt haben.

In den Texten, die im Sammelband „Verteidigung des Marxismus" publiziert wurden, sprach Trotzki 1940 von „kleinbürgerlichen Jungen und Mädchen, die sehr gut und der Partei ergeben sind, aber nicht ganz klar erkennen, dass es nicht ihre Pflicht ist, untereinander zu diskutieren, sondern in das kräftige Milieu der Arbeiter einzudringen". Er warnte vor der Gefahr, „dass die Intellektuellen und Stehkragen-Arbeiter die Minderheit der Arbeiter unterdrücken" und machte klar, dass die Vierte Internationale „nur jener Abwanderer aus der Kleinbourgeosie (bedarf), die völlig mit ihrer sozialen Vergangenheit gebrochen haben", dass die „Abwanderer aus dem kleinbürgerlichen Milieu, die sich nicht im proletarischen Milieu festsetzen konnten", nur als Sympathisant/inn/en taugen. Und er unterstützte Cannon, der in seiner Schrift „Der Kampf für eine proletarische Partei" 1940 die Anmaßung kleinbürgerlicher Intellektueller, die Arbeiter/innen-/bewegung in ihrer Freizeit führen zu wollen, kritisierte und forderte: „Es muss für die kleinbürgerlichen Mitglieder der Partei obligatorisch werden, sich in der einen oder anderen Weise mit der Arbeiterbewegung zu verbinden und ihre politischen Aktivitäten und ihre Lebensweise entsprechend neu zu gestalten."

Für Trotzki war diese ganze Problematik durchaus nicht nur ein Thema in einer bestimmten historischen Phase. Auch schon zehn Jahre vorher, als für die Linksopposition noch die politische Formierung im Vordergrund stand, intervenierte er in verschiedene Sektionen in diese Richtung: Das Agieren von Naville und Rosmer in Frankreich sowie Landau in Österreich/Deutschland habe eine soziale Basis; die kapitalistische Gesellschaft produziere eben „verschiedene Nuancen der kleinbürgerlichen Intelligenz mit ausschließlich formalen Qualitäten, ohne tiefere soziale Wurzeln und ohne ein gut entwickeltes Gefühl für Verantwortlichkeiten." Die Internationale Linksopposition habe sich „reinigen" müssen „von fremden, sektiererischen und abenteuerlichen Elemente der internationalen Boheme, die keine prinzipielle Position, keine Hingabe an die Sache, keine Verbindung zu den Massen, kein Gefühl für Verantwortung und Disziplin" haben.

Und in Bezug auf die österreichischen Oppositionsgruppen (hinsichtlich der Frey-Strömung sicherlich weitgehend zu Unrecht) meinte Trotzki 1933, dass zu viel von der KPÖ übernommen worden sei, die „sich um nicht wenige Elemente der Wiener Boheme" gruppierte und „zu einem signifikanten Ausmaß durchdrungen von deren Moral" war; „nur ein Zustrom von wirklichen Industriearbeitern kann der Opposition Stabilität geben und sie mit der nötigen Disziplin und systematischen Arbeit ausrüsten." Im selben Jahr betonte er erneut, es gebe für die Linksopposition „keinen anderen Weg, als einen scharfen Bruch zu vollziehen mit der Tradition von Bohemien-Zirkeln (...) und all ihre Aufmerksamkeit auf die industriellen Anlagen zu richten."

Trotzki hat also immer wieder versucht, das Gesicht der trotzkistischen Bewegung auf die Arbeiter/innen/klasse zu richten und sie zu „proletarisieren". Der Nachkriegstrotzkismus aber, obwohl er in vielen Ländern und Jahrzehnten numerisch stärker war als zu Trotzkis Zeiten, schaffte das nicht. Das hatte natürlich einerseits objektive Gründe (langer Boom, gesellschaftliche Isolation der revolutionären Kräfte), aber es gab auch subjektive Gründe, nämlich kaum systematische Bemühungen in Richtung Verankerung in der Klasse.

Natürlich gab es immer wieder trotzkistische Organisationen mit einer erheblichen proletarischen Mitgliedschaft (etwa die Healyist/inn/en oder die Militant-Tendenz in Britannien oder die amerikanische SWP auch unter Hansen). Es gab auch die so genannte „Wende zur Industrie" des VS ab 1979, die allerdings im Ansatz problematisch und halbherzig war und dementsprechend bald scheiterte (in Österreich wurde sie von den kleinbürgerlichen Karrierist/inn/en in der Führung des VS überhaupt systematisch sabotiert). Darüber hinaus entwickelten diverse Strömungen (VS, CWI, IST, Lambertist/inn/en, Healyist/inn/en...), dort, wo sie in relevanten Betrieben präsent waren, eine diffus linke Gewerkschaftspolitik und keine revolutionäre Intervention in der Klasse. Und vor allem war für alle diese Strömungen die politische Präsenz in den Betrieben nie der Schwerpunkt ihrer Arbeit (sondern die Intervention in Sozialdemokratie oder Bewegungen).

Strömungen mit trotzkistischem Anspruch haben in manchen Ländern relativ große Organisationen aufgebaut. Sie haben aber keine nennenswerte politische und organisatorische Präsenz in den großen Betrieben und insgesamt den Kernschichten der Arbeiter/innen/klasse. Das stellt eine dramatische Schwäche dar. Die relevanteste Ausnahme ist die Lutte Ouvriere (LO) in Frankreich, die über jahrzehntelange geduldige und disziplinierte Arbeit eine genau solche Präsenz und eine partielle Verankerung geschafft hat.

Die mangelnde Verbindung der großen Mehrheit der subjektiv trotzkistischen Strömungen mit der Arbeiter/innen/klasse steht in Zusammenhang mit ihrer politischen Degeneration. Die meisten größeren Strömungen des „Trotzkismus" haben in den zentralen Fragen von Staat, Revolution und Partei mehr oder weniger opportunistische Positionen (IS/VS, CWI/IMT, IST...) und/oder massive politische Anpassungen an die reformistischen Parteien, kleinbürgerlich-linke oder sogar bürgerlich-"antiimperialistische" Kräfte (IS/VS, CWI/IMT, IST, Lambertismus, Healyismus, Morenismus...). Sie haben kein Korrektiv in der Arbeiter/innen/klasse und meist keine Möglichkeit, ihre Politik in der Klasse überhaupt zu überprüfen. Keine von ihnen wird zumindest von einem Teil der Arbeiter/innen/klasse als Führung anerkannt.

In der Folge finden internationale Umgruppierungen, Spaltungen und Zusammenschlüsse meist auf der Grundlage von abstrakten Programmen statt, die natürlich schon teilweise (oft opportunistische) politische Konsequenzen haben, die aber in der Regel nicht mit Leben gefüllt werden können, weil die beteiligten Kräfte keine Praxis in der Arbeiter/innen/klasse haben und oft auch gar nicht ernsthaft beabsichtigen eine solche zu entwickeln. Die Sorge vieler „trotzkistischer" Strömungen und „Internationalen" ist oft viel mehr die Selbstinszenierung, um sich (vor allem gegenüber der Szene) als erfolgreich in Pose zu werfen, als die Kräfteverhältnisse in der Arbeiter/innen/klasse und -bewegung, die entscheidend sind für die Entwicklung einer konkreten Politik und von Taktiken.

Viele der großen (oft opportunistischen) und kleinen (oft sektiererisch-sterilen) internationalen „trotzkistischen" Zusammenschlüsse sind deshalb Karikaturen von internationalen revolutionären Strömungen. Das gilt nicht nur für diejenigen, die ganz offensichtlich bürokratisch funktionieren, sondern auch für viele andere. Ein internationaler „Demokratischer Zentralismus" bleibt oft eine leere Hülle. Es gibt oft „diplomatische" Vereinbarungen, die verschiedene oder sogar gegensätzliche Praktiken verdecken, statt eines Erfahrungsaustausches und eines Lernens voneinander. Mit den meisten subjektiv trotzkistischen Strömungen ist ein solcher Austauschprozess ohnehin nicht möglich – weil sie einerseits politisch opportunistisch sind (und hier vor allem aus ihren Fehlern gelernt werden könnte) und weil sie andererseits überhaupt keine systematische politische Intervention in der Klasse betreiben.

In Deutschland und Österreich gibt es eine weitgehende Isolation der „trotzkistischen" Strömungen von der Klasse, allerdings nicht im selben Ausmaß. Das VS hat in Deutschland (damals noch als GIM) die „Wende" von 1979 ernsthafter betrieben als in Österreich; in der Folge hatte die GIM beziehungsweise später VSP und dann RSB doch etliche Aktivist/inn/en oder auch Betriebsräte in einigen größeren Betrieben (wovon heute nicht mehr viel übrig ist). Die SAV konnte in den letzten 15 Jahren in einigen Betrieben Ansätze entwickeln. Mit der teilweisen Ausnahme der SAV bei Daimler Berlin sind die Interventionen des VS und der SAV aber ziemlich durchgängig Linksgewerkschafter/innen/tum. Darüber hinaus gibt es immerhin die Ansätze von kleinen Organisationen in Berlin und im Ruhrgebiet, die – orientiert am Konzept der französischen LO – eine kontinuierliche politische Intervention in Großbetrieben versuchen.

In Österreich ist die Lage deutlich schlechter. Das lange dominante VS (also zuerst GRM, dann SOAL) war immer kleinbürgerlich-links geprägt; das Projekt der „Breitmaulfrösche" (ein Bündnisprojekt mit ehemaligen Maoist/inn/en bei der VOEST in Linz) beschränkte sich auf den Angestelltenbereich und war reines Linksgewerkschaftter/nnen/tum. Die Ausnahme der trotzkistischen Linken waren einige Betriebsinterventionen im Rahmen der „Internationalen Kommunistischen Liga" (IKL), die wertvolle Erfahrungen lieferten, die aber keine bis heute wirksame Präsenz erreichten. Die heute bestehenden Organisationen mit trotzkistischem Anspruch sind in ihrer großen Mehrzahl auf die linke Szene orientiert (die teilweise auch numerisch, vor allem aber kulturell studentisch dominiert ist). Diese Organisationen interessieren sich nicht für eine systematische revolutionäre Arbeit in den Kernschichten der Arbeiter/innen/klasse oder betreiben höchstens – als eine Sache unter vielen – linksgewerkschaftliche Politik. Keine der bestehenden Organisationen hat eine nennenswerte Verankerung in der großbetrieblichen Arbeiter/innen/klasse.

2. Welche Organisation brauchen wir?

Viele der Aktivist/inn/en, die im September 2011 die Organisation arbeiter.innen.kampf (ARKA) gegründet haben, betreiben seit 2008/09 eine regelmäßige Arbeit in Wiener Großbetrieben. Unser Ansatz, auf einer soliden, nämlich „orthodox"-trotzkistischen politischen Basis eine systematische Präsenz in Kernschichten der Klasse aufzubauen, hat immer mehr eine Reihe von Konsequenzen aufgezeigt – auf die persönlich-politische Haltung, auf die Art der Arbeit, auf die massive Rücknahme anderer Aktivitäten, auf einen politisch-persönlichen Bruch mit der linken Szene, auf eine politisch-persönliche Hinwendung zu Arbeiter/innen/kontakten, auf den Schutz der betrieblichen Aktivist/inn/en vor Repression und generell auf die Entwicklung eines bestimmten Typus von Aktivist/in.

Wir denken, dass eine revolutionäre Partei ein Propagandainstrument, eine Schule für die Arbeiter/innen sein, am Leben und den Kämpfen der Arbeiter/innen teilnehmen soll, vor allem aber ein Instrument für den Kampf um die Macht ist. Und für eine solche große Aufgabe, um durch einen revolutionären Sturm hindurch fahren zu können, braucht es tatsächlich eine disziplinierte „Armee" von verlässlichen und überzeugten Aktivist/inn/en und eine Verankerung in der Arbeiter/innen/klasse. Diese beiden Punkte, das Verhältnis zur Arbeiter/innen/klasse und der Typus von Aktivist/in, sind entscheidende Fragen.

Eine revolutionäre Organisation muss, sobald sie über ihre politische Formierungsphase hinausgeht, möglichst eng mit der Arbeiter/innen/klasse (und insbesondere mit ihren Kernschichten) verbunden sein. Sie darf sich nicht in der Arbeiter/innen/klasse auflösen, denn es gibt einen Bewusstseinsunterschied zwischen der Mehrheit der Klasse und ihren politisch fortgeschrittensten Teilen, deren Organisierung Aufgabe der revolutionären Organisation ist. Eine revolutionär-sozialistische Partei hat einen präzisen Klasseninhalt. Er bedeutet, dass die Partei die Vorhut der Arbeiter/innen organisieren und fest in der gesamten Arbeiter/innen/klasse verankert sein muss.

Dort, im Stadium einer solchen Partei, sind wir natürlich bei weitem nicht. Das ist aber unsere Entwicklungsrichtung. Das bedeutet, dass wir uns verstärkt dem Druck unserer Klasse aussetzen müssen – und den der kleinbürgerlichen linken Szene reduzieren müssen. Deshalb sollten wir in keinem anderen Milieu eine systematische Politik entwickeln als in der Arbeiter/innen/klasse. Das heißt nicht, dass wir nicht auch einmal auf linke Szene-Demos gehen oder vor Schulen Flugblätter verteilen, aber dabei handelt es sich in der Regel (Ausnahmen wären etwa große und gesellschaftlich wichtige Antikriegsmobilisierungen oder ähnliches) um individuelle Rekrutierung von Leuten für die Arbeit in der Klasse und insbesondere in den Betrieben.

All das bedeutet natürlich nicht, dass die revolutionäre Organisation nur aus Arbeiter/inne/n besteht und es für Intellektuelle keinen Platz gibt. Sie haben sogar eine wichtige Rolle zu spielen – unter der Bedingung, dass sie mit ihrem sozialen Umfeld, ihrer Mentalität und ihrer (materiell) privilegierten Lage in der bürgerlichen Gesellschaft wirklich gebrochen haben. Es geht nicht darum, die Intellektuellen in die Betriebe zu schicken (was nicht ausschließt, dass ein/e Maturant/in oder ein/e junge/ Student/in ihre/seine berufliche Ausrichtung ändert), sondern darum, die eigene Tätigkeit den Arbeiter/innen/genoss/inn/en und insgesamt der Arbeit in den Betrieben zur Verfügung zu stellen und verlässlich und geduldig zu helfen.

Eine revolutionäre Organisation besteht aus Aktivist/inn/en, die eine klare Entscheidung getroffen haben, die konsequent und diszipliniert für die Revolution arbeiten wollen. Es geht für diese Aktivist/inn/en nicht um Selbstverwirklichung oder des Finden ihres persönlichen Weges und für die Organisation nicht darum, allen möglichen Leuten mit allen möglichen politischen Interessen „ein Angebot zu machen". Ins Innere der Organisation sollen nur stabile Leute aufgenommen werden, die sich sicher sind über ihre Persönlichkeit und den Weg, den sie gehen wollen – letztlich Berufsrevolutionär/innen. Damit meinen wir nicht vorrangig bezahlte Funktionär/inn/en, sondern Genoss/inn/en, für die die revolutionäre Tätigkeit eine zentrale Bedeutung in ihrem Leben hat, die ernsthaft, diszipliniert, ergeben, verantwortungsvoll und mit persönlicher Bescheidenheit der revolutionären Sache des Proletariats dienen.

In einer revolutionären Organisation können nur solche Genoss/inn/en, die bereits durch ihre heutige Haltung und Konsequenz zeigen, dass sie bereit sind, auch in einer revolutionären Zeit zu kämpfen, die Politik der Organisation beeinflussen; nur sie können Mitglieder sein. Die anderen, die aus verschiedenen Gründen nicht dazu in der Lage sind, sind deshalb nicht unwichtig. Im Gegenteil, die revolutionäre Organisation schätzt all jene aktiven Sympathisant/inn/en, die sie in irgendeiner Weise unterstützen und die Wirkung ihrer Politik vergrößern. Diese Herangehensweise bedeutet eine genaue Prüfung und langsames Heranführen von Kontakten an die Organisation.

Die meisten linken und auch „trotzistischen" Organisationen sind heute von einem solchen Konzept weit entfernt; viele betreiben Freizeitpolitik auf der vom System zugestandenen linken Spielwiese und für viele Aktivist/inn/en ist die „revolutionäre" Aktivität eine studentische Lebensphase. Der ARKA versucht sich immer stärker in eine Organisation von disziplinierten Aktivist/inn/en der Arbeiter/innen/klasse zu entwickeln, aber wir sind dort noch nicht angelangt. Das ist natürlich kein Zufall. Auch etliche von uns tragen die Muttermale der kleinbürgerlich dominierten linken Szene, aus der sie kommen.

In dieser Szene findet „revolutionäre Tätigkeit" oft mit Augenzwinkern statt, mit dem Skeptizimus und der ironischen Unernsthaftigkeit der linken Boheme. Das hat natürlich viel mit der von Trotzki besprochenen Gewöhnung an Niederlagen zu tun. Viele der Aktivist/inn/en dieser linken Szene haben zwar ein formales Bekenntnis zur Arbeiter/innen/klasse, aber eigentlich sehen sie die Kernschichten dieser Klasse als reaktionäre (rassistische, sexistische etc.) Masse, in der sich in Österreich auf absehbare Zeit ohnehin „nichts tun" werde. Eine Garantie haben auch wir nicht, aber auch angesichts der Krise der kapitalistischen Weltökonomie halten wir eine Änderung der Situation auch für Österreich nicht für unrealistisch und in jedem Fall bereiten wir uns auf Bewegungen in der Arbeiter/innen/klasse vor und streben eine langfristig stabile Verankerung in ihr an. Wenn man/frau hingegen eine solche Entwicklung ausschließt und die Arbeiter/innen/klasse auch noch als weitgehend reaktionär sieht, ist es nur natürlich, dass man/frau in der gewohnten Weise unter den scheinbar Gleichgesinnten der linken Subkultur weitermachen will.

Nun ist klar, dass auch der ARKA nicht von heute auf morgen eine Organisation von Berufsrevolutionär/inn/en sein wird (können). Es kann sich dabei nur um einen Prozess handeln. Der wird aber nur dann ernsthaft voran kommen, wenn wir das Ziel, welchen Typus von Aktivist/in wir wollen, klar benennen und schrittweise in diese Richtung arbeiten.

Eine zentrale Aufgabe ist es, revolutionäre Arbeiter/innen/kader zu entwickeln, die in wichtigen Betrieben tätig sind. Das kann einerseits über betriebliche Kontakte gehen, andererseits darüber, dass Genoss/inn/en von uns versuchen, in Großbetrieben eine Arbeit zu bekommen. Voraussetzungen dafür sind eine stabile Organisation mit entsprechender Ausrichtung und eine feste Vertrauensbasis. Alle anderen sollten zu disziplinierten „Externen" werden, die den Arbeiter/innen/genoss/inn/en in jeder erdenklichen Weise helfen, ihnen Arbeit abnehmen, zur Verfügung stehen, Kontakte betreuen, organisatorische Aufgaben erledigen, „Externe", denen die Arbeiter/innen/mitglieder 100%ig vertrauen können. Nur wenn wir selbst in dieser Hinsicht ein Beispiel geben, werden wir neue Genoss/inn/en in diesem Geist erziehen können.

Eine solche Tradition zu begründen ist schwer. Es gibt in Österreich nicht (wie etwa bei der PCF in Frankreich, die natürlich für eine reformistische politische Ausrichtung steht) eine Tradition von disziplinierten Arbeiter/innen/-aktivist/inn/en in den Betrieben, die jahrzehntelange in Konfrontation mit dem Staat und den Bossen standen. Auf diese Tradition konnten in Frankreich der Renault-Arbeiter Pierre Bois und der „Externe" Robert Barcia ansetzen und auf trotzkistischer Grundlage die LO aufbauen. In Österreich gibt es (mit der teilweisen Ausnahme der Obersteiermark) eine solche KP-Tradition nicht, an der wir ansetzen können. Wir können nur versuchen, an den spärlichen Traditionen revolutionärer Arbeit im Proletariat anzuknüpfen und den Austausch mit revolutionären Organisationen in anderen Ländern suchen, die uns in Bezug auf revolutionäre Arbeit in der Klasse ein Beispiel geben können, an dem wir uns orientieren können. Organisationen wie die LO in Frankreich können für uns ein Gegengewicht sein zu all dem kleinbürgerlichen Druck der österreichischen Gesellschaft und der österreichischen Linken.

Eine Vertiefung der Betriebsarbeit, der Aufbau von Betriebsgruppen, eine Verankerung in Großbetrieben , die Entwicklung zu einer proletarischen Organisation – all das bedeutet eine andere Art von Organisation und eine andere Art von Aktivist/inn/en als sie in der Linken üblich ist. Wenn wir unsere Kräfte auf die genannten Aufgaben konzentrieren, können wir nicht alles andere (Demos, Veranstaltungen, Umgang in der Linken etc.) so betreiben, wie das diverse linke Gruppen tun. Die Betriebsarbeit ist dabei unseres Erachtens nicht eine gleichberechtigte Aufgabe unter anderen, die als Unterscheidungsmerkmal zu anderen „trotzkistischen" Kleingruppen und zum Herzeigen in der linken Szene dienen soll. Sie ist vielmehr die notwendige Ausrichtung, um nicht eine Existenz als kleinbürgerlich dominierte trotzkistische Organisation ohne Verbindung zur Arbeiter/innen/klasse zu führen.

3. Die Haltung gegenüber der linken Szene

Viele linke Gruppierungen, auch solche mit trotzkistischem Anspruch, suchen ihr Heil in der Kooperation mit den anderen linken Gruppierungen, um so ihre Kleinheit und Isolation zu überwinden. Seit Jahren und Jahrzehnten gibt es eine endlose Folge von Bündnissen, Kooperations- und Wahlprojekten, die meistens sehr kurzlebig sind und wieder in ihre Bestandteile zerfallen. Nun ist gegen die Zusammenarbeit in Bewegungen oder Kämpfen natürlich nichts zu sagen (manchmal kann das sinnvoll und nötig sein), die meisten dieser Bündnisprojekte finden aber im luftleeren Raum statt und haben keine gesellschaftliche Basis. Fünf mal null ist eben null und wenn sich fünf antikapitalistische Kleingruppen ohne Wurzeln in der Arbeiter/innen/klasse oder sonst wo zeitweilig zusammentun, bringt das die antikapitalistischen Kräfte in Bezug auf Verankerung in der Gesellschaft nicht weiter. Oft gibt es eher noch Reibungsverluste, weil sich in diesen Projekten immer die gleichen Diskussionen (oft unter den immer gleichen Personen) im Kreis drehen, statt die Kräfte für eine politische Intervention unter den Lohnabhängigen einzusetzen.

Darüber hinaus lehnen wir auch diverse „linke-Familie"-Konzepte ab. Real stecken auch hinter revolutionären Ansprüchen meist völlig verschiedene Ansätze, die einen gemeinsamen Praxistest niemals überleben. Auch die Selbstbeschreibung als Revolutionär/in besagt noch nicht viel. Subjektive Revolutionär/innen sind all diejenigen, die – auch wenn sie dann vielerlei falsche Positionen haben – einen revolutionären Sturz des Kapitalismus und seines Staates wollen (da wird's auch bei manchen Organisationen mit trotzkistischem Anspruch schon schwierig) und die in einer Organisation mit diesen Zielen aktiv sind. Viele von ihnen sind sehr engagiert. Das ist, gerade in einem Land wie Österreich, schon viel und wir haben Respekt vor allen Aktivist/inn/en, die nach ihrem besten Wissen und Gewissen in diesem Sinn tätig zu sein versuchen (auch wenn ihre Ansätze oft ungeeignet sind). Deshalb finden wir die oftmals sektiererischen und gehässigen Feindseligkeiten zwischen Gruppen mit revolutionärem Anspruch in vielen Fällen abstoßend und auch lächerlich.

Das heißt aber nicht, dass ohnehin alle Angehörigen dieser Gruppen Revolutionär/innen sind, die dann, wenn´s darauf ankommt, an einem Strang ziehen werden. Bei vielen der anderen Organisationen mit trotzkistischem Anspruch sind bereits jetzt Charakteristika erkennbar (opportunistische Positionen in zentralen Fragen, mangelnde Orientierung auf die Klasse), die sie in manchen Fragen jetzt und in Zukunft zu unseren politischen Gegnern machen und die es sehr wahrscheinlich machen, dass bei einer Zuspitzung der Lage ihre Fehler sie in einer nicht-revolutionäre Richtung treiben werden (es sei denn, sie oder Teile von ihnen schaffen einen wirklich Bruch mit ihrer Politik). Das ist natürlich unsere Sicht und das Urteil, wer objektiv revolutionär ist und für die Arbeiter/innen/klasse eine brauchbare revolutionäre Führung sein kann, wird letztlich die Geschichte sprechen.

Dennoch haben wir bereits jetzt eine Position dazu: Wir sehen die Mängel anderer Organisationen ganz klar und wir sehen auch einige Mängel unserer eigenen Organisation. Etliche von uns sind vom Typus der Berufsrevolutionär/innen noch weit entfernt, manche würden in einem revolutionären Sturm vielleicht nicht bestehen können. Aber wir haben zumindest richtige Positionen in den Grundfragen von Staat, Revolution und Partei und wir denken zumindest zu wissen, wohin wir in der Praxis gehen müssen. Das unterscheidet uns von den anderen Organisationen mit trotzkistischem Anspruch in Österreich und ihrem falschen Kurs. Das gilt es selbstbewusst (aber nicht überheblich) festzustellen und (ohne stets auf die Szene und ihre Debatten zu schielen und so unter ihren Druck zu geraten) unseren Weg zu gehen.

Die linke Szene in Österreich ist so stark studentisch und subkulturell geprägt, in ihrer Bewegungs- und „Einigungsprojekte"-Orientierung gefangen, dass uns das, was sich dort im Kreis dreht, ziemlich egal ist; diese Gruppen und Strömungen machen das, was sie wollen, und wir machen, was wir für richtig halten. Unsere Betriebsinterventionen sind nicht dazu da, damit wir damit in der Linken aufschneiden können, sondern zentrales Element im Organisationsaufbau. Wir wollen keine Energie in irgendwelche Debatten mit der linken Szene investieren. Solche Debatten sind heute meist sinnlos, führen zu nichts und hindern uns nur daran, unser Gesicht den Arbeiter/inne/n zuzuwenden.

Wenn wir eine Verankerung in einigen Bereichen und relevante betriebliche Erfolge haben, dann wird sich das Interesse von manchen der subjektiven Revolutionär/innen anderer Gruppen ohnehin einstellen, dann werden wir durch das Beispiel unserer Tätigkeit ohnehin einen Einfluss auch auf Leute der linken Szene bekommen (und manche von ihnen vielleicht den Bruch mit dieser Szene überlegen). Bis dahin steht uns aber noch viel geduldige und disziplinierte Arbeit in der Klasse bevor. Größere Organisationen mit einer bereits vorhandenen Verankerung in Teilen der Klasse haben natürlich mehr Möglichkeiten, anderen Strömungen Diskussionen und einen Erfahrungsaustausch anzubieten. Unsere Möglichkeiten sind da hingegen sehr gering und deshalb müssen wir auch unseren Austausch mit anderen Organisationen beschränken – auf diejenigen Strömungen, die für uns am wichtigsten sind. Das bedeutet, dass das Aufwand-Nutzen-Verhältnis im Fall von diversen Gruppen in Österreich, deren Praxis wir relativ gut kennen und ablehnen, schlecht ist. Stattdessen suchen wir den Kontakt zu Organisationen in anderen Ländern, die eine ernsthafte Arbeit in der Klasse versuchen. Dabei geht es um eine internationalistische Horizonterweiterung und vor allem um einen produktiven Austausch und gegenseitiges Lernen von Erfahrungen der konkreten Arbeit.

Viele linke Gruppierungen, auch solche, die auf einer abstrakten Ebene die Arbeiter/innen/klasse durchaus als für eine antikapitalistische Perspektive zentral ansehen, sind der Ansicht, dass eine konkrete Ausrichtung auf die Klasse und die Betriebe heute in Österreich schwer bis unmöglich sei. Die kleinen radikalen linken Gruppen würden in den Betrieben als zu fremd, zu klein und zu wenig verankert wahrgenommen werden. Deshalb seien betriebliche Kontakte nicht in linksradikale Organisationen integrierbar. In dieser Denkweise befindet sich ein Zirkelschluss: „Wir können uns nicht in den Betrieben verankern, weil wir nicht verankert sind!?" Natürlich stimmt es, dass Arbeiter/innen in viele linke Gruppen nicht so leicht integrierbar sind. Die Kleinheit dieser Gruppen ist dabei aber nur ein Faktor. Mindestens genauso wichtig ist der studentisch-subkulturelle Charakter der meisten Gruppen, die für Arbeiter/innen unbewohnbar und abstoßend sind.

Manche österreichische linke Gruppierungen trösten sich damit, dass sich nach irgendwelchen Umfragen 15% der Wähler/innen vorstellen könnten, für eine „neue linke Partei" zu stimmen. Die Konsequenz ist meistens die Ausrichtung auf irgendein neues linkes Bündnis, um das verlockende Wähler/innen/potenzial auszuschöpfen. Das ist bisher natürlich nie gelungen, weil auch mehrere Kleingruppen ohne Verankerung gemeinsam nichts darstellen – und weil sie sich zu einer geduldigen und systematischen Arbeit in der Klasse nicht entschließen können.

Die erwähnten Umfragen sind natürlich mit ziemlicher Vorsicht zu genießen. Aber es wird in der Tendenz schon stimmen, dass 10, 12 oder eben 15% der Bevölkerung irgendwie „links" und mit SPÖ/Grünen nicht glücklich sind. Davon sind erhebliche Teile von Lohnabhängigen; darunter ein beträchtlicher Anteil in größeren und auch industriellen Betrieben und Berufen. Das heißt für uns vor allem eines, dass wir uns nicht unter den paar Hundert Leuten der studentisch dominierten linken Szene herumtreiben müssen, um auf „linke", klassenkämpferische und kapitalismuskritische Menschen zu treffen. Überall in der Arbeiter/innen/klasse können wir – mit der richtigen Politik und Herangehensweise – Kontakte und Mitstreiter/innen für unsere Arbeit gewinnen.

Wir sind uns darüber bewusst, dass die Arbeit in den Großbetrieben aus vielen Gründen (lange „Sozialpartnerschaft", wenig Klassenkampferfahrungen, Dominanz der SP-Bürokratie...) schwierig ist. Aber, wie auch bereits unsere Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, eine solche Arbeit ist mit der nötigen Entschlossenheit, Hartnäckigkeit und der richtigen Haltung durchaus möglich.

Und wir richten uns gegen das in der linken Szene weit verbreitete Bild einer durchgängig reaktionären (sexistischen, rassistischen...) Arbeiter/innen/klasse, der dann oft die linke Subkultur-Szene als positiver Freiraum gegenüber gestellt wird. Ein solcher Ansatz ist erst einmal politisch verheerend, denn er gibt ja letztlich die Masse der Lohnabhängigen, also die Mehrheit der Gesellschaft und damit eine Überwindung des kapitalistischen Ausbeutungs- und Unterdrückungssystems, auf und gibt sich stattdessen mit einem zugestandenen oder erkämpften „Freiraum" im System zufrieden. Darüber hinaus ist ein solcher Ansatz auch einfach falsch. Auch in den Kernschichten der Arbeiter/innen/klasse gibt es antirassistische, solidarische etc. Menschen, die sehr gut in eine revolutionäre Organisation passen – viel besser als viele kleinbürgerliche Linke, die oft durch Besserwisserei, Selbstdarstellung, Karrierismus und Arroganz auffallen. Auch all diese Eigenschaften sind reaktionär (und dazu kommt, dass rassistische und sexistische Verhaltensweisen in diesen Milieus auch vorhanden sind, in subtilerer Form allerdings). Das Problem ist nicht, dass neue revolutionäre Aktivist/inn/en nur in der Szene und nicht in der Klasse bzw. in den Betrieben zu finden sind, sondern dass viele Linke völlig in der Szene daheim sind und ihnen die Klasse (jedenfalls die Kernschichten) und ihre Lebensrealitäten fremd sind.

Viele Linke meinen, dass eine Aufhebung der Isolation von der Arbeiter/innen/klasse erst in einer radikalen Veränderung der Klassenkampfsituation möglich sei. Deshalb, so ihre Schlussfolgerung, könne man/frau einfach so weiter machen wie bisher, also eine selbstgenügsame, auf die studentische dominierte linke Szene orientierte Politik mit gelegentlichen Veranstaltungen, Demos etc. Natürlich ist die Zusammensetzung der österreichischen radikalen Linken auch Ausdruck der Klassenkampfsituation, aber nicht nur; sie ist auch Ausdruck der selbstgenügsamen Szene-Orientierung dieser Linken. Natürlich sind direkte betriebliche Rekrutierungen in der heutigen gesellschaftlichen Lage nicht einfach, aber dass die radikale Linke da so schwach dasteht, ist auch Ausdruck der mangelnden Ausrichtung auf die Klasse und der Art der politischen Arbeit.

Entscheidend ist für uns, dass wir Aktivist/inn/en in die Richtung von Berufsrevolutionär/innen entwickeln und in der Art der Arbeit konsequent ausrichten. Dann ist auch die Fluktuation geringer als in der Linken üblich (wo Leute dann nach ein paar Monaten oder Jahren keine Lust mehr haben und sich auf Karriere im System oder auf Selbstverwirklichung orientieren). Für betriebliche Arbeit ist Stabilität und Verlässlichkeit wesentlich; es kann nicht sein, dass die Arbeiter/innen-/mitglieder in den Betrieben und die Kontakte, die Vertrauen zu einer Organisation entwickelt haben, hängen gelassen werden. Zentral ist die Ausrichtung der Aktivist/inn/en auf eine tief gehende und langfristige Betriebsarbeit. Diese Vertiefung bedeutet bestimmte Strukturen und eine bestimmte Haltung. Nur eine funktionierende Arbeit in Richtung der Betriebe und die erfolgreiche Herausbildung des angesprochenen Aktivist/innen/typus bieten die Grundlage für einen nachhaltigen Aufbau der Organisation. Das Gewinnen von weiteren betrieblichen Kontakte und Mitgliedern ist für uns eine wesentliche Aufgabe. Aktivist/inn/en, die wir in anderen Bereichen gewinnen, gilt es konsequent auf die Arbeiter/innen-/klasse auszurichten.

Eine systematische Betriebsarbeit und der Aufbau einer proletarisch-revolutionären Organisation machen in der Konsequenz einen politisch-persönlichen Bruch mit der studentisch-dominierten linken Szene und ihren Sitten notwendig. Das ist natürlich kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung, um den Druck des Kleinbürger/innen/tums abzuwehren, um engere Verbindungen mit der Klasse aufzubauen und um in der Arbeiter/innen/klasse zu intervenieren und politisch zu leben.

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