Israel: mutige Jugendliche gegen den Krieg

 

16.01.2024

 

Ein 18-jähriger Israeli, Tal Mitnick, wurde Anfang Jänner ins Gefängnis geworfen, weil er sich mitten in der Offensive im Gazastreifen weigerte, in die Armee einberufen zu werden, um seinen Wehrdienst abzuleisten. In einem offenen Brief erklärte er, dass er die vom israelischen Staat in Gaza und im Westjordanland verhängte Apartheids- und Siedlungspolitik nicht akzeptieren könne und sich der entfesselten Gewalt gegen palästinensische Zivilisten, in der Mehrzahl Frauen und Kinder, widersetze. Er prangert einen Krieg an, der der israelischen Bevölkerung nicht mehr Sicherheit bringen wird und es der Regierung Netanjahu ermöglicht, die Kritik an ihrer Politik zum Schweigen zu bringen. Die 18-jährige Sofia Orr kündigte ebenfalls an, dass sie ihre Einberufung, die im Februar stattfinden soll, verweigern werde.

Diese jungen Menschen, die sich mutig einer Gefängnisstrafe aussetzen, setzen eine Bewegung fort – die von den Medien in Österreich totgeschwiegen wird – die eigentlich seit der Gründung des Staates Israel besteht: die Bewegung der Israelis, die sich weigern, die Politik ihrer Regierung gegen das palästinensische Volk zu übernehmen. Und auch wenn diese Gesten der Verweigerung in der Minderheit sind, haben sie den Verdienst zu beweisen, dass nicht alle in Israel hinter Netanjahus Politik stehen.

 

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