Mieten an Inflation gekoppelt – warum nicht Löhne?

 

 

11.2.2023

 

Im April werden voraussichtlich die Altbaumieten um 8,6% steigen, denn seit 2008 werden die Altbaumieten alle zwei Jahre an die Inflation angepasst. In der Corona-Zeit wurden diese Anpassungen verschoben, sodass es letztes Jahr schließlich nachgeholt wurde und es bei vielen Mieter/innen mehrmals Mieterhöhungen gegeben hat. Im April heuer droht gleich die nächste Teuerung.

Tatsächlich haben die privaten Vermieter in den letzten Jahren satte Gewinne gemacht: denn  die Mieten sind in den letzten 10 Jahren doppelt so stark gestiegen wie die Inflation. Vor allem wegen der zunehmenden befristeten Verträge, wo die Vermieter nach Ablauf der Vertragszeit die Mieten saftig erhöhen können. Und im privaten Sektor bei den Neubauten gibt es  bezüglich der Miethöhe kein Limit, was sich auch auf die tatsächliche Miethöhe bei den Altbauten auswirkt. Denn sie werden oft überteuert vermietet, aber die Mieter/innen trauen sich nicht das zu beanstanden, da sie Angst haben, dass die Verträge nicht verlängert werden könnten.  

Wenn die Mieten also an die Inflation gekoppelt werden können, dann sollten Löhne, Pensionen, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe das auch automatisch. Hier geht es schließlich nicht um Gewinne, sondern um die Frage, ob man ein Dach über dem Kopf hat.

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