Pensionsversicherungsanstalt PVA: Offenlegung aller Unterlagen!

 

9.6.2026

 

Patient/innen, die einen Antrag auf Invaliditätspension oder Pflegegeld bei der PVA stellen, berichten davon, von den Gutachter/innen nicht ernstgenommen und respektlos behandelt zu werden. Ihre ärztlichen Befunde werden einfach ignoriert und sie werden sogar verdächtigt, zu simulieren.

Nur 20,5% der Anträge auf Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension, werden laut Zahlen der PVA überhaupt angenommen. Eine Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt auf, dass bezogen auf Oberösterreich die Quote der Bewilligung seit 2010 stark zurückgegangen ist, mit gravierenden Folgen. Wenn der Antrag abgelehnt wird, dann müssen die Patient/innen durch die Finger schauen: Wovon sollen sie sich das Leben leisten, wenn sie nicht arbeiten können?

Ende April wurde außerdem bekannt, dass die Gutachter/innen mit veralteten Unterlagen über die chronische Krankheit ME/CFS, die nach Viruserkrankungen wie Corona auftreten kann, geschult wurden. Bei dieser Erkrankung sind viele Patient/innen absolut nicht arbeitsfähig. Und laut Expert/innen liefern die veralteten Unterlagen Scheinargumente, um Anträge einfach abzulehnen.

Diese Unterlagen, die über die Zukunft der Patient/innen entscheiden, wurden von der PVA hinter Schloss und Riegel gehalten und sind nur zufällig öffentlich geworden.

Wie kann so etwas normal sein? Das Mindeste wäre, dass diese Unterlagen offengelegt werden. Vor allem sollten aber die Arbeiter/innen die volle Kontrolle über alle diese Prozesse haben. Schließlich geht es um ihre Krankheiten, Probleme und Sorgen, die sie am besten kennen. Und um die Millionenbeiträge, die sie jährlich einzahlen.

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