STRABAG: Die Diebe teilen sich die Beute

 

26.3.2026

 

Am 11. März wurde bekannt, dass der Konzern STRABAG eine Geldbuße von 146 Millionen Euro für illegale Absprachen mit anderen Baufirmen zahlen muss. Das ist die höchste Kartellstrafe, die es in Österreich je gegeben hat. Viele Gemeinden, die in den vergangenen Jahren z.B. neue Schulen, Straßen oder Sanierungen in Auftrag gegeben haben, mussten mehr Geld zahlen als eigentlich notwendig. Die Bauträger haben sich nämlich darauf geeinigt, bei den öffentlichen Ausschreibungen höhere Preise zu verlangen und sich über 1.000 Bauprojekte untereinander aufzuteilen.

Laut Bundeswettbewerbsbehörde waren mindestens 40 Baufirmen daran beteiligt, gegen 40 weitere wird noch ermittelt. Trotz ihrer Rekordhöhe bleibt die Geldstrafe aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die STRABAG ist ein internationaler Konzern mit Niederlassungen auf der ganzen Welt: im Nahen Osten, in Tschechien, in Australien oder Großbritannien. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden Gewinne von 1,1 Milliarden Euro angekündigt, die auch auf Kosten der Steuerzahler gemacht wurden. Und immer wieder werden ähnliche Kartelle aufgedeckt: Auch REWE oder Spar mussten schon Strafen in Millionenhöhe zahlen. Trotz ihrer sogenannten „Konkurrenz“, sind diese Firmen fähig sich zu abzusprechen. Sie treffen sich in schicken Lokalen, setzen sich an einen Tisch und einigen sich auf eine Aufteilung der Beute, die auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung gemacht wird.

Die Arbeitenden werden auch Absprache miteinander halten müssen, um sich gegen diese Plünderer zu wehren. Sie sitzen an einem anderen Tisch. Ein Tisch an dem nicht ein paar Konzernchefs und Spekulanten sitzen, sondern mehr als 8 Milliarden normale Menschen.

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