VW: Die Milliardäre Porsche, Piëch und Co. sollen ihren Schaden selber zahlen!

 

Als Verantwortlicher für den riesigen Betrugsskandal an den Verbrauchern musste der VW-Chef Winterkorn zurücktreten. Doch Sorgen muss er sich nicht machen: VW zahlt ihm bis zum Lebensende eine Rente von 1,33 Millionen Euro pro Jahr. Damit bekommt er pro Tag 3.600 Euro Rente, also mehr als das Monatsgehalt eines VW-Arbeiters!


Nein, die VW-Besitzer, die Milliardärsfamilien Porsche und Piëch lassen ihre höchsten Angestellten, ihre Top-Manager nicht im Stich. Warum auch? Die Besitzer von VW sind schließlich fein raus. Ihre seit Jahren angehäuften Gewinne aus VW werden bei dem Betrugsskandal nicht angetastet. Den Kopf hinhalten sollen andere: die Arbeiter – und die Allgemeinheit.

 Die VW-Bosse überlegen zum Beispiel, ob sie die 6,7 Milliarden Euro für die Rückrufaktion nicht von der Steuer absetzen können, sodass die Allgemeinheit einen Großteil ihres Betrugs bezahlt. Und in jedem Fall wird VW in nächster Zeit keine Gewerbesteuer zahlen, zu Lasten von Städten wie Wolfsburg, Braunschweig oder Zwickau.

 Doch vor allem sind die Arbeiter betroffen. Obwohl noch nicht ein Auto weniger produziert wird, werden bereits die ersten der 7.000 Leiharbeiter von VW entlassen. Den Arbeitern werden Prämien, also Lohn gekürzt. Und viele Zulieferer entlassen Befristete und streichen Lohnerhöhungen.

 Und das war wohl erst der Anfang. Die Arbeiter können sich darauf einstellen: Diese Großaktionäre werden versuchen, jeden Cent, den VW durch den Abgasskandal weniger verdient, bei den Arbeitenden wieder reinzuholen.

 Und die Bosse haben dabei obendrein die Unterstützung der Gewerkschaftsführung. Ja, statt die Arbeiter zu ermutigen, die Angriffe nicht hinzunehmen, spricht der IG-Metall-Betriebsrats-vorsitzende ernsthaft von der „Familie VW“ und davon, dass „Arbeiter und Management gemeinsam diese Krise durchstehen müssen“.

 Das ist das letzte, was die Arbeiter in dieser Lage brauchen: Eine Gewerkschaft, die ihr Bewusstsein vernebelt, statt es zu stärken und klipp und klar zu sagen: Verantwortlich für den Betrug ist ausschließlich die Chefetage von VW. Verdient daran haben einzig die Aktionäre, die sich die Gewinne von VW eingesteckt haben. Sie – und nur sie – müssen für den Erhalt aller Arbeitsplätze und den entstandenen Schaden aufkommen. VW hat nur in den beiden letzten Jahren knapp 20 Milliarden Euro Reingewinn gemacht. Von diesen Milliarden sollen sie die Folgen ihrer Betrügereien bezahlen.

 

Bund Revolutionärer Arbeiter (BRA), Deutschland

 

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