Elementarpädagogik: genug Gründe für die Wut

 

07.02.1014

 

 

Am 24. Jänner haben Tausende Arbeitende der Elementarpädagogik demonstriert. Sie wollten auf ihre Situation aufmerksam machen, vor allem auf den Personalmangel in dieser Branche. Die schlechten Arbeitsbedingungen machen den Job nämlich so anstrengend und unattraktiv, dass viele nach der Ausbildung, sich doch für eine andere Laufbahn entscheiden. Ganz zu schweigen von all denjenigen, die wegen Erschöpfung das Handtuch werfen und kündigen. Zu wenig Personal bedeutet, dass dann nicht genug Zeit für die Kinder bleibt und der Beruf sich auf bloße Kinderbeaufsichtigung reduziert. Für die Arbeitenden der Branche heißt es Erschöpfung und schlechtes Gewissen, weil sie ihren Job nicht richtig ausüben können.

Und für die arbeitende Bevölkerung, sowohl für die Erwachsenen als auch für die Kinder, hat die Unterfinanzierung in der Elementarpädagogik, wie in der Gesundheit oder in der Bildung, negative Folgen. Nach einer neuerlichen Online-Studie bekommen diese Proteste zunehmende Unterstützung vom Rest der Bevölkerung. Gut so. Man kann nämlich nur hoffen, dass ihre Wut und ihr Kampfgeist sich auf alle Arbeitenden ausbreiten, denn alle haben genug Gründe, über ihre Arbeitsbedingungen empört zu sein.

 

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