30.3.2026
Am 4. März legten die Beschäftigten der Erste Group in Wien für 2 Stunden die Arbeit nieder, in Salzburg gab es am Tag davor 8 Betriebe, die bestreikt wurden und auch in den anderen Bundesländern gab es kurze Arbeitsstopps.
Eine Woche später endeten die Verhandlungen für den Kollektivvertrag der IT-Branche. Die Ist-Gehälter werden 2026 um nur 2,75% erhöht, entgegen der ursprünglichen Forderung der Gewerkschaft von 3,5%, und das auch erst nach 7 Verhandlungsrunden. Ursprünglich forderten die Chefs sogar eine Nulllohnrunde! Sie begründen ihre Position mit der stagnierenden Wirtschaft. Aber um arme Schlucker handelt es sich hier wirklich nicht: 3,5 Milliarden Nettogewinn verzeichnete die Erste Group 2025, während der Netzanbieter A1 seinen Aktionären 613 Millionen Euro Nettogewinn präsentieren konnte. Gleichzeitig beklagen sie sich darüber, dass ihnen Fachkräfte fehlen. Die Kapitalisten weinen also Krokodilstränen.
Die Beschäftigten haben auf jeden Fall Recht, wenn sie den Konzernbossen nicht trauen, und sie können ihnen auch am besten auf die Finger schauen. Sie warten und entwickeln nämlich die ganzen Informatiksysteme, mit denen Unternehmen Informationen verschicken oder Geld überweisen.
Durch die Warnstreiks haben die Beschäftigten einen besseren Abschluss erzielen können, als ihnen die Chefs am Anfang geben wollten. Außerdem haben sie dabei Erfahrungen gesammelt, die sie bei ihren späteren Kämpfen noch brauchen werden.