2026: Der barbarischen Entwicklung des Kapitalismus die Stirn bieten 

 

16.1.2025

 

Mit dem Neujahr ist auch die Zeit der Bilanzen gekommen. Für die Kapitalisten war 2025 ein gutes Jahr. Es gab noch nie so viele Milliardäre: Laut einer Studie der Schweizer Bank UBS sind es dieses Jahr 287 mehr. Die 2.900 Milliardäre dieser Welt können auf die Börsenkurse anstoßen, die das letzte Jahr mit einem Paukenschlag beendeten. Die Kurse von Spekulationswerten aller Art, von Gold über Kupfer bis hin zu KI-Unternehmen, brechen einen Rekord nach dem anderen. 

Während diese Handvoll Aasgeier feiert, schätzen NGOs die Schäden durch die globale Erwärmung auf 120 Milliarden Euro pro Jahr. Katastrophen wie Überschwemmungen in Südostasien, verheerende Hurrikane in der Karibik oder Dürren in anderen Regionen verschlimmern sich. Davon sind vor allem die Ärmsten betroffen. 

Die Welt steuert immer mehr auf einen kriegerischen Kurs zu. Wie viele Millionen Menschen sind in den zahlreichen Konflikten, die bereits auf der Erde toben, ums Leben gekommen? Wie viele überleben gerade noch, bedroht von Hunger und Krankheit, unter Trümmern oder in Flüchtlingslagern? 

Diese Entwicklung ist die Folge des Wirtschaftskriegs, den die großen kapitalistischen Konzerne gegeneinander führen. Die USA, die führende imperialistische Macht, entscheidet über das Schicksal der Bevölkerungen und lässt die Kanonenbootpolitik in Syrien, Venezuela, Nigeria usw. zum Einsatz kommen. Offiziell geht es um die Bekämpfung des Terrorismus oder des Drogenhandels, aber Trump, der Sheriff des Weißen Hauses, versucht nicht einmal mehr, das Ziel hinter edlen Absichten zu verbergen. So rechtfertigte er die US-Intervention in Venezuela mit einem klaren „Sie haben uns unser Öl genommen, wir wollen es zurückhaben”. 

Bezüglich der Ukraine redet keiner mehr vom Völkerrecht, sondern es geht nur mehr darum, wie der Reichtum des Landes zwischen Russland und den Vereinigten Staaten aufgeteilt werden soll. Gleichzeitig kämpfen die zweitrangigen Mächte darum, darunter die Europäische Union, ebenfalls einen Teil des Kuchens abzubekommen. 

Und was ist mit der Lage im Nahen Osten? Zuerst haben die Vereinigten Staaten Netanjahu dabei geholfen haben, Gaza und seine Bevölkerung zu vernichten und das Westjordanland zu kolonisieren. Und jetzt brüsten sie sich damit, Frieden geschlossen zu haben? Für die Bewohner/innen Gazas ist es der Frieden der Friedhöfe und Ruinen. 

In reichen Ländern wie Österreich sind wir noch nicht direkt mit den Verwüstungen des Krieges konfrontiert. Aber die Krise und die internationalen Rivalitäten treffen bereits die einfache Bevölkerung. Die Entlassungspläne nehmen zu, und die Arbeits- und Lohnbedingungen verschlechtern sich für diejenigen, die ihren Arbeitsplatz behalten. Immer mehr Menschen sind von Armut bedroht. Und man sagt uns immer wieder, dass die öffentlichen Kassen leer seien, was konkret noch weniger Mittel für Gesundheit, Schule oder Verkehr bedeutet. 

Der Kapitalismus verurteilt die Menschheit zu dieser barbarischen Entwicklung, aber die Arbeiter/innenklasse kann andere Perspektiven bieten. Seit es Ausbeutung gibt, haben sich die Unterdrückten organisiert, um sie zu bekämpfen. Weltweit waren es oft ihre großen und kleinen Kämpfe, die den Lauf der Geschichte verändert haben. 

Ja, wenn wir nicht wollen, dass die Gesellschaft jedes Jahr ein bisschen mehr in die Barbarei abrutscht, gibt es keine andere Wahl, als die parasitäre Kapitalistenklasse zu stürzen, die die Gesellschaft regiert und die Welt zu verändern. Nur die arbeitende Bevölkerung, die allen Reichtum dieser Welt schafft und die gesamte Gesellschaft am Laufen hält, kann das verwirklichen. Nur sie, weil sie niemanden ausbeutet, trägt die Hoffnung in sich auf eine Welt ohne Ausbeutung, Krieg und Herrschaftsverhältnisse. Die Parolen von Marx und Engels im Kommunistischen Manifest von 1848 sind nach wie vor aktuell: „Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.“  

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