Kein Aprilscherz: Koste es, was es wolle – für die Gewinne der Immobilienhaie und Vermieter!

 

31.3.2023

 

Mit 1. April droht 400.000 Haushalten eine Erhöhung der Richtwertmieten um 8,6 Prozent – eine allgemeine Mehrbelastung von 160 Mio. Euro. Dies kommt zu der Tatsache hinzu, dass die meisten seit mehr als einem Jahr bereits mit den explodierenden Lebenshaltungskosten kämpfen. Für jeden zweiten sind die Wohnkosten dabei schon belastend und viele wissen nicht, wie sie die überzogenen Kosten für Wohnen und Heizen noch stemmen sollen. Unter diesen Umständen wäre das Mindeste, was man sich von einer Regierung erwarten könnte, die versucht die Bevölkerung zu schützen, eine Mietpreisbremse.

Während Big Business Freunde Kurz & Co überhaupt kein Problem damit hatten, großzügig Corona-Hilfen über die COFAG locker zu machen, wo mittlerweile rauskommt, dass Millionen zu viel ausbezahlt wurden, fällt es den Nehammer, Brunner & Co schwer, die Erhöhung der ohnehin schon überhöhten Mietpreise einzubremsen (d.h. nicht einmal zu stoppen oder gar zu senken, sondern diese Erhöhung lediglich auf die nächsten drei Jahre zu verteilen).

Nun soll die Bevölkerung mit einer lächerlichen Einmalzahlung von 200 Euro abgespeist werden. Ganz abgesehen davon, dass dieses Geld vom eigenen Steuergeld genommen wird – da kann man unsere Steuergelder doch als Geschenke obendrauf an die Immobilienfreunde direkt überweisen - Steuergeld, das dringend für mehr Pflegepersonal in Krankenhäusern, mehr Lehrpersonal in Schulen, Anschaffung von medizinischen Geräten, usw. gebraucht wird!

Zur Erinnerung: über die COFAG wurden seit ihrer Gründung im März 2020 problemlos 47 Milliarden an Steuergeldern als „Wirtschaftshilfen“ für Betriebe (darunter auch Starbucks, Novomatic oder Firmen von Rene Benko, ...) ausbezahlt. Dagegen sollen 250 Millionen die Kostenexplosion, die auf die unersättliche Profitgier der Immobilienbranche zurückzuführen ist, auffangen?! Kein Aprilscherz …

Was heute nötig wäre, um die arbeitende Bevölkerung zu schützen, wäre nämlich als Sofortmaßnahme ein echter Mieterhöhungstopp. Und die Entwicklung eines raschen Bauprogramms von angemessenen und preisgünstigen Wohnungen, finanziert durch die Profite der Immobilienhaie. Was in Wien in den Elendsjahren nach dem Ersten Weltkrieg erreicht wurde, soll heute in einem unendlich reicheren Land nicht mehr möglich sein?

 

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