Regierung spendet ein Gehalt – von den Arbeitenden verlangt sie noch viel mehr

 

25.04.2020

 

Die Regierung hat bekannt gegeben, dass jeder Minister und jede Ministerin als „Zeichen des Zusammenhalts“ in der Krise ein Monatsgehalt spendet. Bei Netto-Jahresgehältern von 150.000 -180.000 Euro tun ihnen 10.000 Euro aber bestimmt nicht weh. Es ist eine Verhöhnung all jenen gegenüber, die jetzt arbeitslos geworden sind. Denn sie müssen auf fast die Hälfte ihres früheren Lohns verzichten. Wenn man statt 1.500 Euro nun weniger als 1000 Euro netto monatlich zur Verfügung hat, dann geht das an die Existenz. Nicht ohne Grund boomen die Pfandleihhäuser. Außerdem ist es ein Ablenkungsmanöver der Regierung. Damit man nicht auf die Idee kommt, die Superreichen, und Großaktionäre, dieses reichsten Prozent der Bevölkerung, das 40% des Gesamtvermögens des Landes besitzt, in die Pflicht zu nehmen.

 

Zusätzlich kommt noch der wirklich große Brocken, den die Arbeitenden bezahlen sollen. Wer wird denn für die 38 Milliarden Wirtschaftshilfe aufkommen? Die Geste, ein Monatsgehalt zu spenden, ist eine Botschaft an alle Arbeitende. Die Regierung will uns zeigen, dass sie auch den Gürtel enger schnallt, und dass wir alle die Corona-Wirtschaftskrise gemeinsam ausbaden müssen. Das ist aber eine große Täuschung. Ja, die Minister/innen verzichten vielleicht auf den 5. Gang bei ihrem Luxus-Menü. Aber der Arbeiterschaft werden sie den einzigen Gang des Mahls wegnehmen. Während die Reichsten weiterfeiern, 10-Gang-Menüs und goldenes Klopapier konsumieren dürfen.

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