Weinstein-Skandal:

Der Kampf für Frauenbefreiung ist immer noch aktuell

 

16.11.2017

 

Seitdem berühmte Schauspielerinnen Anfang Oktober bezeugt haben, dass Harvey Weinstein, ein wichtiger Filmproduzent von Hollywood, sie sexuell angegriffen hat, vermehren sich die Enthüllungen über solche Angriffe überall und auch in Österreich.

Die allermeisten dieser Fälle, von denen die Medien sprechen, betreffen Frauen, die zur "besseren" Gesellschaft gehören. Man darf aber nicht die zahlreichen Frauen der Arbeiter/innenklasse, die auch Opfer sind, vergessen: die Einzelhandelskauffrau, die ihren Job nicht verlieren möchte; die Flugbegleiterin, die ihren Passagieren nicht so leicht eine patzige Antwort geben darf; oder die Putzfrau, die finanziell von den Hausherren und -damen abhängig ist. Ganz zu schweigen von den Millionen Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. Die für eine bessere Zukunft weg von ihrem Heimatland in die Zwangsprostitution getrieben werden. Denen gleich nach der Ankunft in Europa der Pass weggenommen wird und die abgeschoben werden, wenn sie Vergewaltigungen anzeigen wollen.

Solch eine widerliche Gewalt Frauen gegenüber beginnt mit dem Kampf dafür, dass alle Frauen beruflich und somit finanziell unabhängig sind. Es ist der Kampf dafür, dass die Existenz von allen Menschen, Frauen als auch Männern gesichert ist. Damit die Verachtung und die Gewalt gegen Frauen verschwinden, ist es notwendig gegen diese kapitalistische Gesellschaft aufzustehen, die auf Ausbeutung und allerlei Unterdrückungsarten basiert.

 

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