250 Millionen geleistete Überstunden in Österreich – das sind 150.000 Vollzeitstellen

 

19.06.2018

 

Laut Statistik Austria wurden letztes Jahr 250 Millionen Überstunden und Mehrstunden in Österreich geleistet. Davon wurden geschätzte 45 Mio. nicht einmal bezahlt. Das entspricht der Jahresvollzeitarbeitszeit von 150.000 Personen, circa einem Drittel der Zahl der Arbeitslosen. Diesem Überstundenübel den Kampf ansagen, das wäre mal ein echter Schritt vorwärts bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Die Arbeitszeit in Österreich ist bereits jetzt eine der höchsten in Europa und die Regierung will die Arbeitszeit weiter erhöhen. In Zukunft sollen sich Arbeitende rechtfertigen müssen, wenn sie Überstunden nicht machen wollen. Ein Chef braucht dann keine Begründung mehr, wenn wochenlang 12 Stunden pro Tag und 60 Stunden in der Woche gearbeitet werden soll. All diese Maßnahmen begründet die Regierung mit der Wettbewerbsfähigkeit und Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Wirtschaft. Dabei wird bereits jetzt in Österreich überdurchschnittlich lange gearbeitet. Nur in England und Zypern wird europaweit durchschnittlich länger gearbeitet als hierzulande (ein Vergleich der Vollzeitarbeitenden 2016 durch Eurostat). Die Ausweitung der Arbeitszeit ist überhaupt keine Notwendigkeit, sondern verschärfte Ausbeutung für den Profit.

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