Arbeiten für 1,5 Euro/Stunde – ein Angriff gegen alle Arbeiter/innen

 

25.03.2019

 

Aus der Sicht von Kurz und Kickl sollen Asylwerber in Zukunft bei Hilfsarbeiten (also Reinigung, Küchenbetrieb, Transporte, Instandhaltung, Landschaftspflege, etc.) einen Lohn von maximal 1,5 Euro pro Stunde erhalten. Es wäre ja so ungerecht den Zivildienern gegenüber, die einen mickrigen Lohn bekommen. Ja, das ist der Gerechtigkeitssinn von Kickl und der Regierung: Abstruse Erklärungen finden und die Löhne fleißig nach unten drücken. Ganz von der Tatsache zu schweigen, dass Zivildiener dadurch nicht mehr bekommen werden …

 

Die Regierung würde es besonders gerne sehen wenn Asylwerber/innen als Erntehelfer/innen arbeiten, wo es so schlechte Arbeitsbedingungen gibt, dass sogar viele Migrant/innen aus Osteuropa mittlerweile das Weite gesucht haben und den Bauern daher die Arbeitskräfte fehlen. Nicht einmal 300 Euro sollen sie im Monat laut der Regierung für eine harte 40- Stunden Arbeit bekommen.

 

Die saftig bezahlten Herren und Damen der Regierung reden groß daher und geben selbst mehr Geld alleine für einen Friseurbesuch aus, als sie den Asylwerbern als Lohn im Monat zumuten.  

 

Diese Almosen - in dem Fall kann man nicht vom einem „Lohn“ sprechen - sind auch ein neues Mittel, allgemein die Mindestlöhne der Kollektivverträge zu umgehen und kann nur zukünftige Angriffe gegen alle Arbeitenden ankündigen. Wie man in Deutschland sieht, wo die 1-Euro Jobs unter Hartz IV alle treffen können. Nichts anderes als Lohndrückerei ist das, was Auswirkungen auf die Löhne allgemein haben wird. Es hat also überhaupt nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Das Interesse dieser Politiker besteht nur daran, Ausländer, Flüchtlinge und Asylwerber als Sündenböcke für alle Übel, die ihre Politik verursacht, an den Pranger zu stellen … damit sie ungestört den Interessen der Reichsten dieses Landes weiter dienen können.

 

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