Magna –700 Arbeiter/innen in Jobunsicherheit … während der Konzern im Geld schwimmt

 

21.10.2019

 

Im Magna-Werk bei Graz wackeln 700 Jobs – angeblich, weil die Fertigung des 5er-BMWs ausläuft. Erst im März vor zwei Jahren hatte man hier mit dem Projekt begonnen und mehr als 1.000 neue Mitarbeiter/innen eingestellt. Magna profitierte dabei gewaltig vom sogenannten Beschäftigungsbonus. Ein Geschenk, das an diesen milliardenreichen Konzern durch Steuergelder gezahlt wurde. Für jede/n neu eingestellte/n Beschäftigten bekam das Unternehmen ca. 500 Euro im Monat und für mehrere Jahre.

Derzeit sind bei Magna in Graz 10.000 Arbeiter/innen beschäftigt. 2008 und 2009, während der Krise mussten 3.000 von ihnen in Kurzarbeit gehen. Und das, obwohl der Konzern ein Jahr davor noch fast eine halbe Milliarde Euro Nettogewinn gemacht hatte und ein Jahr drauf bereits eine Milliarde Gewinn einstrich. Außerdem wurde gerade die Autozulieferindustrie mit Geldgeschenken überhäuft: eine gesenkte Kammerumlage seit heuer und zwischen 1997 und 2012 satte 47,8 Millionen Euro an Förderungen, in den Jahren darauf weitere 13 Mio. Auch für Forschung und Entwicklung hat Magna in der Vergangenheit schon Unsummen an Subventionen erhalten – von der EU mehr als 80 Millionen und von Österreich mehr als 100 Millionen Euro. Ja, sie reißen sich was sie an Geldern vom Staat kriegen können unter den Nagel. Aber wenn es eine angebliche wirtschaftliche Flaute gibt, sollen das die Beschäftigten ausbaden. Das ist ihre Vorstellung von wohlverdient.

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