Volkshilfe: eine skandalöse Entlassung

 

16.11.2017

 

Die Volkshilfe Wien hat mehreren Medien zufolge nach einem Facebook Posting den ganzen Arbeiter-Betriebsrat entlassen. In dem Posting dürfte es um Beschwerden bezüglich eines besorgniserregenden Personalmangels speziell bei den Heimhilfen gegangen sein. „Es liegt einiges im Argen“ soll die Betriebsrätin laut ORF im Jänner geschrieben haben und daraufhin die Kündigung bekommen haben. Der Anwalt der Volkshilfe sieht darin Rufschädigung, wenn die Betriebsräte schreiben, dass das Personal „am Zahnfleisch kriecht“ .

Letztendlich wurde die Kündigung bei allen außer der Betriebsratschefin wieder zurückgenommen. Ihr wird geschäftsschädigendes Verhalten vorgeworfen. Der Streit wird derzeit beim Arbeits- und Sozialgericht  ausgetragen.

 

In Wahrheit sollte es genau umgekehrt sein. Es ist das Verhalten der Betriebsleitung, das gesellschaftsschädigend ist. Die Öffentlichkeit, die Patient/innen, die Klient/innen sollten alles erfahren, was sie angeht, besonders im Gesundheitswesen. Es ist genau das, was in unserer Gesellschaft gefördert gehört. Die Arbeitenden sollten lautstark sagen dürfen, was hinter verschlossenen Türen passiert, wo eine gefährliche Situation auftreten kann, usw. Und das sollte ernst und umgehend in Angriff genommen werden.

 

Die Betriebsrätin gehört belohnt statt entlassen!

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